Podcast: Passar Import – wer steuert den Einfuhrprozess?
Mit Passar wird die Selbstverzollung im Schweizer Import zur realistischen Option. Aber lohnt es sich, die Steuerung stärker selbst zu übernehmen? Diese Frage diskutieren wir im aktuellen AEB-Podcast. Sie ist auch für deutsche Unternehmen mit Schweiz-Geschäft relevant: Wer etwa regelmäßig in die Schweiz liefert, sollte wissen, wie sich Anforderungen an Daten, Transparenz und Prozesssteuerung verändern.

Wo steckt meine Sendung?
Viele importierende Unternehmen kennen die Situation: Eine Sendung ist unterwegs, intern wird nach dem Status gefragt – aber die entscheidenden Informationen liegen nicht im eigenen System. Stattdessen ist das Unternehmen auf den Broker oder andere externe Beteiligte angewiesen.
Mit Passar Import kann sich das ändern. Importierende Unternehmen erhalten erstmals eine realistische Möglichkeit, ihren Importprozess selbst zu steuern, statt ihn allein dem Broker zu überlassen. Darum geht es unter anderem in der neuen Folge von „Freier Verkehr“ mit Philipp Muster, Direktor des Swiss Shippers' Council, und Ingo Strasser, Geschäftsführer AEB Schweiz.
Im Mittelpunkt steht dabei keine rein technische Systemfrage. Es geht um eine unternehmerische Entscheidung: Wie viel Kontrolle über den Importprozess will und braucht ein Unternehmen künftig selbst?
Haftung ist nicht gleich Steuerung
Ein wichtiger Punkt aus dem Gespräch: In der Praxis verschwimmt häufig die Unterscheidung zwischen Haftung und Steuerung.
Die rechtliche Verantwortung lag wegen der Solidarhaftung ohnehin beim Importeur, unabhängig davon, ob ein Broker eingebunden ist oder nicht. Der Broker kann die operative Abwicklung übernehmen. Die Verantwortung für die Richtigkeit und Vollständigkeit bleibt aber ein Thema des importierenden Unternehmens.
Was Passar Import verschiebt, ist deshalb weniger die Haftung. Verändert wird vor allem die Möglichkeit zur Steuerung. Wer will, kann den Prozess künftig stärker selbst führen: von der Warenanmeldung über laufende Korrekturen bis zur Transparenz über den Sendungsstatus.
Wo steckt meine Sendung?
Viele importierende Unternehmen kennen die Situation: Eine Sendung ist unterwegs, intern wird nach dem Status gefragt – aber die entscheidenden Informationen liegen nicht im eigenen System. Stattdessen ist das Unternehmen auf den Broker oder andere externe Beteiligte angewiesen.
Mit Passar Import kann sich das ändern. Importierende Unternehmen erhalten erstmals eine realistische Möglichkeit, ihren Importprozess selbst zu steuern, statt ihn allein dem Broker zu überlassen. Darum geht es unter anderem in der neuen Folge von „Freier Verkehr“ mit Philipp Muster, Direktor des Swiss Shippers' Council, und Ingo Strasser, Geschäftsführer AEB Schweiz.
Im Mittelpunkt steht dabei keine rein technische Systemfrage. Es geht um eine unternehmerische Entscheidung: Wie viel Kontrolle über den Importprozess will und braucht ein Unternehmen künftig selbst?
Haftung ist nicht gleich Steuerung
Ein wichtiger Punkt aus dem Gespräch: In der Praxis verschwimmt häufig die Unterscheidung zwischen Haftung und Steuerung.
Die rechtliche Verantwortung lag wegen der Solidarhaftung ohnehin beim Importeur, unabhängig davon, ob ein Broker eingebunden ist oder nicht. Der Broker kann die operative Abwicklung übernehmen. Die Verantwortung für die Richtigkeit und Vollständigkeit bleibt aber ein Thema des importierenden Unternehmens.
Was Passar Import verschiebt, ist deshalb weniger die Haftung. Verändert wird vor allem die Möglichkeit zur Steuerung. Wer will, kann den Prozess künftig stärker selbst führen: von der Warenanmeldung über laufende Korrekturen bis zur Transparenz über den Sendungsstatus. Im Import war das bisher kaum realistisch. „Es war zu komplex“, sagt Philipp Muster im Podcast.
Wann lohnt sich der Aufwand?
Neben Prozess- und Kontrollfragen spielt die Wirtschaftlichkeit eine wichtige Rolle. Philipp Muster verweist im Gespräch auf Deklarationsgebühren, die sich je nach Importvolumen spürbar summieren können. Ingo Strasser nennt eine Größenordnung, ab der das Thema auch im Management Gewicht bekommt: „Wenn man als Unternehmen heute rund 500 Deklarationen pro Jahr hat, dann kann man da schon einen ordentlichen Business Case herausarbeiten.“
Diese Zahl ist kein allgemeiner Schwellenwert. Sie zeigt aber, ab wann eine genauere Betrachtung sinnvoll sein kann. Dabei geht es nicht nur um externe Deklarationskosten. Auch interne Aufwände, Datenqualität, Fehlerkosten, Verzögerungen und Transparenzgewinne gehören in die Bewertung.
Oder anders gesagt: Entscheidend ist nicht nur, was der Broker kostet. Entscheidend ist auch, was fehlende Steuerung kostet.
Datenqualität und Incoterms rücken stärker in den Fokus
Wer Importprozesse selbst steuern will, braucht belastbare Daten. Dazu gehören unter anderem Wareninformationen, Zolltarifnummern, Ursprungsangaben, Bewilligungen, Lieferbedingungen und Transportdaten. Fehlende oder fehlerhafte Daten führen schnell zu Korrekturen, Rückfragen und Verzögerungen.
Auch Incoterms spielen eine wichtige Rolle. Sie beeinflussen, welche Partei welche Pflichten, Kosten und Risiken übernimmt – und damit auch, wer im Importprozess sinnvoll steuern kann.
Das ist nicht nur für Schweizer Unternehmen relevant. Auch deutsche Unternehmen mit regelmäßigen Lieferungen in die Schweiz sollten prüfen, welche Daten sie ihren Schweizer Kunden, Niederlassungen oder Logistikpartnern bereitstellen müssen und wie gut die Abstimmung heute funktioniert.
Nicht jedes Unternehmen muss künftig selbst verzollen. Aber jedes importierende Unternehmen sollte prüfen, wie bewusst es seinen Importprozess steuern will.
>> Jetzt in die neue Folge von „Freier Verkehr“ reinhören
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