Vereinigtes Königreich: Stahlschutzmaßnahmen
Wie die EU hat auch das Vereinigte Königreich zum 1. Juli 2026 seine Schutzmaßnahmen für Stahlimporte verschärft. Die zollfreien Einfuhrkontingente wurden reduziert und für Einfuhren außerhalb der Kontingente stieg der Zollsatz von 25 auf 50 %.
Die britische Regierung aktualisiert regelmäßig Ihre Webseite zu UK's steel trade measure from 1 July 2026. Hier werden momentan 20 Warenkategorien mit den jeweiligen Warennummern und die erlaubten Kontingente je Land aufgeführt. Dabei wurden die Kontingente insgesamt um 51 % reduziert und der Zollsatz auf alle Importe, die darüber hinaus gehen auf 50 % erhöht. Die Kontingente werden quartalsweise nach dem Windhundprinzip vergeben. Für Altverträge gilt eine Übergangsregelung, so dass diese längstens bis zum 30 September 2026 nach den bisherigen Regeln importiert werden dürfen.
Die Schutzmaßnahmen gelten nicht für die Ukraine.
Die britische Regierung verdeutlicht, dass die Maßnahmen zum Schutz der Stahlindustrie unabhängig vom neugeschaffenen CBAM-Mechanismus gelten. Als emissionsintensive Warengruppe werden Stahlimporte in UK ab 2027 einem CO2-Grenzausgleichmechanismus unterliegen und zukünftig Zertifikatskosten im britischen Emissionshandelssystem verursachen.
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