Mehrwertsteuererhöhung in der Schweiz
Der Schweizer Bundesrat verabschiedete Mitte August 2026 eine Botschaft zur Erhöhung der Mehrwertsteuer um 0,5 Prozentpunkte für 12 Jahre, um notwendige Rüstungsausgaben finanzieren zu können. Der Sondersatz für Beherbergungsdienstleistungen soll um 0,3 Prozentpunkte steigen.
In seiner Medienmitteilung vom 12. August 2026 erläuterte der Bundesrat nicht nur die Notwendigkeit, die Ausrüstung der Schweizer Armee auf Stand bringen zu müssen, sondern auch die Finanzierung: Mit einer auf 12 Jahre befristeten Erhöhung der Mehrwertsteuer. Der vorgeschlagene Steuersatz liegt nun bei 0,5 Prozentpunkte auf den Normalsteuersatz und 0,3 Prozentpunkte auf den Sondersatz. Der reduzierte Mehrwertsteuersatz für Güter des täglichen Bedarfs wie Lebensmittel oder Medikamente soll unverändert bleiben.
Geplant ist ein Inkrafttreten zum 1. Januar 2028.
Die Botschaft des Bundesrats wurde nun an das Parlament überwiesen. Danach folgen Nationalrat und Ständerat. Sobald sich diese einig sind, kann das Gesetz im Bundesblatt veröffentlicht werden.
Falls die Vorlage angenommen wird, haben Unternehmen in der Schweiz bis 2028 Zeit, ERP-, Fakturierungs- und Steuersysteme auf den höheren Mehrwertsteuersatz umzustellen.
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